Fellgerbung
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Hirngerbung

Enthäuten des Felles (56866 Byte)
enthäuten

Das Fell muss, wenn es nicht sofort weiterverarbeitet wird, haltbar gemacht werden. Man kann es trocknen, salzen (Fleischseite) oder einfrieren. Wir haben es gesalzen. Etwa 2kg Salz für ein Zwergziegenfell. Wir entschlossen uns beim ersten Versuch eine Hirngerbung durchzuführen. Dies ist eine umweltschonende, von den Indianern überlieferte Gerbungsart, die aber recht zeitaufwändig und rel. anstrengend ist. Zuerst haben wir das Fell gewässert (nur nötig, wenn es vorher konserviert wurde), bis es wieder geschmeidig und dehnbar war. Wir haben es dann auf einen Tisch gelegt und mit einem improvisiertem Schaber (z.B. Fleischmesser) die evtl., auf der Fellinnenseite verbleibenden Sehnen, Fleisch- und Fettreste entfernt. Man muss vorsichtig vorgehen um die Haut nicht zu beschädigen. Danach wird das Fell gewaschen und gewässert, indem man es in eine genügend grosse Wanne legt und etwa 48 Stunden darin belässt. Alle 6 Stunden das Wasser wechseln. Das erste Mal kann man zur besseren Reinigung etwas Kernseife in das Wasser geben. Nachher nur noch Wasser ohne Zusätze verwenden. Das Fell haben wir danach gut abtropfen lassen, bis es ein wenig mehr wie feucht war. Zum gerben haben wir ein Rindshirn vom Metzger bekommen. In der Regel sollte aber das Hirn des geschlachteten Tieres ausreichen. Wir haben es in wenig Wasser gegart, bis es rosa wurde. Dann abkühlen lassen. Das Fell wird wiederum mit der "Fleischseite" nach oben auf eine ebene Unterlage gelegt und faltenlos ausgebreitet. Danach wird das Hirn in die Hautschicht einmassiert. Wir verwendeten dabei die Hände (Latexhandschuhe anziehen), man kann es aber auch mit einem runden Stein oder einem Einmachglas einmassieren. Wenn das Hirn komplett und gleichmässig in die Haut einmassiert wurde geht's ans Weichmachen oder Stollen. Das noch feuchte Leder wird so lange gezogen, gedehnt und gewalkt bis es trocken ist (am besten von der Mitte nach Aussen, sodass es sich nicht verzieht). Die Indianer machten das über einem Seil. Man kann es auch auf andere Weise machen. Wichtig ist nur, dass das Leder (Fell) so lange gewalkt wird bis es ganz trocken ist, denn sonst wird es unweigerlich hart, wie es uns geschehen ist. Keine Bange! Man kann das Fell wieder befeuchten bis es wieder geschmeidig und dehnbar ist ... und alles fängt wieder von vorne an (nur das Weichmachen. Wenn man es wasserfest machen will, muss man es zusätzlich noch räuchern (Kalträuchern). Denn jedes Mal wenn es nass wird, wird es sonst wieder hart und spröde und man muss es wieder weich machen.  Unser Fell steht jetzt steif wie ein Brett in der Ecke, denn wir haben bis jetzt noch nicht die Zeit gefunden, das Fell zu stollen bis es ganz trocken wurde. Auf jeden Fall ist es gegerbt und konserviert.

Wässern des Felles  (54530 Byte)
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Hirnkochen  (57961 Byte)
Hirn kochen
Waschen des Felles   (75250 Byte)
spülen
stollen   (80215 Byte)
stollen
Hirngerbung   (31505 Byte)
Hirn einmassieren
(gerben)

unterstützende Literatur:
H.Ottinger/U.Reeb  (E.Ulmer Verlag)
ISBN 3-8001-7241-0
und Internet
 
 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


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Aktualisiert am: 16/01/2010

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